Andreas Mertin
25.02.2026 — 16:00 Uhr - 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Haus des Kirchenkreises, Limperstr. 15, Recklinghausen
Preis: 8,00 €, Mitglieder 5,00 €
Mit der Wende zum 14. Jahrhundert ändert sich die gesamte europäische Malerei.
Der Künstler Giotto di Bondone (1267-1337) bricht mit der streng stilisierten, flachen Bildsprache der byzantinischen Tradition und führte mehr Räumlichkeit, Körperlichkeit und Emotion ein. Seine Fresken, etwa in der Arenakapelle in Padua, gelten als Beginn der Renaissance-Malerei.
Giotto versuchte als einer der Ersten, dreidimensionalen Raum darzustellen. Seine Figuren haben Volumen, sie stehen nicht mehr „schwebend“ im Raum,
sondern auf einem Boden. Und vor allem zeigen sie Gefühle – Trauer, Freude, Zorn –, wodurch biblische Szenen für die Betrachter:innen lebendiger wurden.
Giotto gilt als Meister der Erzählung in Bildern. Deshalb war er bereits im Mittelalter ein „Star“. Ohne ihn wäre die Entwicklung zu den großen Renaissancekünstler wie Masaccio, Leonardo oder Michelangelo schwer vorstellbar.
Andreas Mertin ist Kulturwissenschaftler und Publizist und war 1997-2007 Kurator der documenta-Begleitausstellungen der Ev. Kirche.
Er ist verantwortlicher Herausgeber des Magazins für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik (www.theomag.de). Er hat mehrere Bücher und zahlreiche Aufsätze zum Thema ‚Theologie, Ästhetik und Kunst‘ und zur kulturhermeneutischen und religionspädagogischen Erschließung der Populärkultur geschrieben.
Diese Vortragsreihe wird veranstaltet von der Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Recklinghausen in Kooperation mit der Ev. Akademie Recklinghausen und Sinsener Art.