Wie Jesus zum „Arier“ wurde

Dr. Torsten Lattki

20.11.2025 — 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Kirchenkreises, Limperstr. 15, Recklinghausen

Preis: 5,- Euro (Mitglieder frei)

Walter Grundmann (1906 – 1976) war der wissenschaftliche Leiter und die prägende Figur des von 1939 bis 1945 bestehenden Eisenacher „Entjudungsinstituts“. Er und die etwa 180 Mitarbeiter waren zutiefst von Hitler und dem Nationalsozialismus überzeugt und verfolgten das Ziel, ein „artgerechtes Christentum“ für Deutsche zu schaffen. Indem sie Jesus als „Arier“ konstruierten sowie Bibel, Gesangbuch und Katechismus umschrieben und neu ordneten, „entjudeten“ sie christliche Theologie und Kirchenpraxis. 

Schon bald nach 1945 bekleidete Grundmann wieder diverse Stellen in Kirche und Theologie und avancierte zu einem der erfolgreichsten Theologen der DDR. Mit seinen Kommentaren zum Neuen Testament, prägte er zahlreiche Theolog:innen. 

Dr. Torsten Lattki ist der  Studienleiter beim Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR) 

Eine Kooperation von GCJZ Recklinghausen  und  Evangelische Akademie Recklinghausen